Die Sets
Beim Enwerfen, Planen und Bauen eines Trickfilm Sets gibt es einige Besonderheiten zu beachten. Sehr wichtig sind die Stabilität und die Flexibilität, weil das Set für die unterschiedlichen Einstellungen auseinander und dann wieder passgenau zusammen gebaut werden muss. Damit man beim Dreh nicht aus Versehen Einzelteile verschieben kann, sollte alles - besonders Kleinteile - richtig festgeklebt sein. Dazu kommt unter Absprache mit dem Regisseur und dem Kameramann die Planung technischer Details.
Ein paar Requisiten aus dem Dachzimmer des alten Musikers: Zanns Schlüsselbund, ein Glas, ein zerbrochenes Glas auf Klebesteifen (damit die Minischerben nicht verloren gehen), ein sehr alter Pott aus Muttis Puppenstube mit beschriebenen Notenblättern, einzelne Notenstöße und gebundene Bücher (1,2 cm breit).
Detailgerecht wurden auch die Möbel ausgestattet. Eine angebissene Brotscheibe mit Butterbrotpapier und rostigem Schneidemesser dürfen auf Zanns Tisch nicht fehlen. Daneben die geheimnisvollen Notizblätter vom Bett. Auf ihnen ist auf Großleinwand der Titel Erich Zanns Musik "Les Charakterés artificiels" lesbar. Die restlichen Zeilen sind übrigens in unleserlichem Sütterlin geschrieben und handeln von Ernster Musik.
Das bedeutungsschwere Varietéplakat: Gezeichnet von Kornelia Bocklisch und in einem Layout von Nadine Trautzsch. Die hinteren Amüsierdamen in der oberen Reihe sind nur skizzenhaft umrissen. Das gibt ihnen eine Künstlichkeit, die sich in den Trickfilmpuppen, der guten Miene Zanns, der sich musikalisch prostituiert, und dem Titel Olav Lerviks Komposition "Les Charaktéres artificiels" wiederkehrt. |
Das Außenset mit echter Wasserpfütze.
Die wurmstichigen Treppenstufen knarren bei jedem Schritt...
Kalter Wind heult durch die alten Mauern...
Plötzlich hat der Frieden ein Ende. |
|